Karl Schwaier
Frontend-Entwickler aus Wien
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Die Geschichte meiner Notiz-Tools

3 Kommentare

Irgendwann habe ich begonnen mir diverse Infos digital aufzuschreiben. Seither habe ich einige Tools verwendet und ausprobiert. Ich möchte hier meine bisherigen Erfahrungen darstellen.

ScribblePapers

Anfangs habe ich für Notizen einfache Word-Dokumente verwendet. Da dies auf Dauer nicht effizient ist, habe ich nach einem passenden Tool gesucht. Das erste war ein Desktop-Client für Windows: ScribblePapers. Damit konnte ich alle meine Daten an einem zentralen Punkt verwalten und gut strukturieren. Einfach und praktisch war das.

DokuWiki

Der Nachteil eines reinen Desktop-Programms ist aber, dass man nicht von überall Zugriff darauf hat. Ich wollte daher meine Notizen ins Web verlagern. Die nächste Station war ein eigenes Wiki auf meinem Webspace. Meine Wahl fiel dabei auf das DokuWiki. Nun konnte ich von überall per Internet auf meine Aufzeichnungen zugreifen. Die DokuWiki-Syntax ist recht einfach zu erlernen und man kann Notizen sehr schön und sauber ablegen.
Jedoch stellte sich diese Lösung mit der Zeit als etwas mühsam heraus. Ein einfaches, schnelles Strukturieren und Verschieben von Notizen, wie bei ScribblePapers, war nicht möglich. Auch das Anlegen und Editieren könnte bequemer sein. Man muss auf einer Übersichtsseite einen neuen Link zu einer Seite eintragen, die man anlegen möchte. Danach klickt man auf diesen und legt die neue Seite an. Ich habe dann ein zweites Mal den Titel eingetippt, als Hauptüberschrift, dann die restliche Notiz und dann gespeichert.
Dazu kommt noch, dass das DokuWiki am iPhone unpraktisch ist.

Evernote

Station Nummer 3 ist Evernote. Dieses Tool bietet ein Web-Interface, sowie einen Client für Windows, Mac und das iPhone. Alle Notizen werden ständig synchronisiert. Klingt also traumhaft und nach der perfekten Lösung. Der kostenlose Account erlaubt 40 MB Upload pro Monat, was für meine Bedürfnisse völlig ausreicht. Die Bedienung ist viel angenehmer als bei DokuWiki. Notizen können mit einem Klick angelegt werden und ich kann direkt tippen, ohne Wiki-Syntax, und muss zum Schluss nicht mal auf “Speichern” klicken. Zur Strukturierung gibt es Notizbücher, in die ich ganz einfach meine Notizen schieben kann. Noch dazu kann ich Notizen mit Tags versehen, welche sich auch verschachteln lassen. Ein weiterer Vorteil ist die hübschere Suche – vor allem am Mac.
Doch auch Evernote hat seine Schattenseiten. Damit meine ich vor allem Fehler, die nicht regelmäßig, aber immer wieder auftreten (hauptsächlich bei der Textformatierung):

  • Fett-Markierungen weiten sich ungewollt auf gesamte Absätze aus
  • Zeilenumbrüche verschwinden (vor allem bei Verwendung von Mac- und iPhone-Client)
  • Listen können nicht verlassen werden
  • Links verlieren Unterstreichungen
  • Inkonsistenten bei Zeilenhöhe und Schriftgröße (bei Verwendung von Mac- und Windows-Client)
  • Tabellen können zwar angelegt werden, aber es können keine Zeilen und Spalten hinzugefügt oder entfernt werden

Im Evernote-Forum berichten auch andere Benutzer über derartige Probleme (“Evernote Text Editor going bezerk with AutoStyling“, “A very annoyed user“).
Neben diesen Bugs gibt es ein paar Verbesserungswünsche meinerseits: direkte Anwahl von Notizbüchern am iPhone, hierarchische Strukturierung von Notizbüchern, Anlegen von Plaintext-Notizen.

Zukunft

Nachdem ich mit Evernote auch nicht wirklich zufrieden bin, habe ich mich auf dem Markt der Notiz-Tools wieder umgesehen. Die Ergebnisse meiner Recherche, stelle ich in einem anderen Post vor.

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Kommentare (3)

  1. Jo sagt:

    Hey hast du mal gumnotes versucht? Das ist mein Notiz-Tool! Kannst direkt an der file eine Notiz erstellen, die sich dann immer mit der Datei öffnet! Man kann aber auch webseiten oder emails kommentieren und es ist kostenlos! Wenn mal einen Blick drauf werfen willst, hier http://www.gumnotes.com

    Lg Jo

  2. Claudio sagt:

    Deine Geschichte deckt sich exakt mit meinen Erfahrungen. Hab dazwischen noch tiddlywiki ausprobiert, bin dann aber wieder bei Evernote gelandet. Vielleicht bringt der neue Cloud-Trend bessere Lösungen hervor? Bin gespannt.

  3. micha06 sagt:

    Bin gerade beim googlen nach einem Evernote-Problem auf diesen Blog gestoßen.

    Leider sind die hier erwähnten Formatierungsprobleme jetzt in 2012 – über 2 Jahre nach Erstellung dieses Blogs immer noch behoben.

    Besonders ärgerlich: Zeilenumbrüche die sich nicht löschen lassen.

    Löscht man in der Zeile mit dem unerwünschten Zeilenumbruch die Zeichen nach dem letzten Wort, wird nicht etwa der Zeilenumbruch gelöscht, sondern die Zeichen in der (unerwünschten) neuen Zeile. Der Zeilenumbruch verschwindet nicht.

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