Zuviele Auswahlmöglichkeiten sind nicht gut

24. Januar 2010

Auf TED hab ich einen guten Vortrag über die “Qual der Wahl” gehört: Barry Schwartz on the paradox of choice. In 20 Minuten erklärt er warum eine gesunde Anzahl an Möglichkeiten gut, eine zu hohe hingegen schlecht ist.

Wenn ich beispielsweise ans Einkaufen von Lebensmittel denke: Ich fühle mich wohler, wenn ich nur zwischen Halbfettmilch und Vollmilch in den Größen 0,5 und 1 Liter entscheiden muss, als wenn mir zig verschiedene Milch-Packerln angeboten werden. Da gibt es manchmal 3 verschiedene Hersteller mit verschiedenen Fettanteilen, dazu eine Milch, die länger frisch hält und Spezielles wie Guten-Morgen-Milch, lactosefreie Milch oder Acidophilusmilch. Nicht zu vergessen die Wahl ob Bio oder konventionell. Da ist es oft wirklich angenehmer beim Greißler einzukaufen als beim Merkur oder Interspar.

Als weiteres Beispiel fällt mir der Kauf von technischen Geräten ein. Hier könnte man wochenlang verschiedenste Produkte raussuchen, Recherchieren, deren Merkmale vergleichen und endlos Testberichte lesen. Wie Barry Schwartz in dem Vortrag erklärt, kann nach einer gut überlegten Entscheidung trotzdem Frustration entstehen, da das gewählte Produkt zwar befriedigend ist, aber es vielleicht doch ein besseres und/oder günstigeres gegeben hätte.

Man sieht auch bei Auswahlmöglichkeiten ist es oft besser weniger statt mehr zu haben.  Obwohl zu wenig Optionen manchmal auch schlecht sein können. Wie immer ist der goldene Mittelweg der beste. Ich werde mich in Zukunft bemühen nicht immer alle Alternativen zu beachten und meine Erwartungen niedrig zu halten. Außerdem möchte ich etwas Zügigkeit in meine Entscheidungen bringen. Sollte ich mal eine falsche treffen, dann werde ich versuchen gelassen zu bleiben und nicht dem Optimum nachzutrauern.

Kommentar abgeben: