Rückkehr zu Evernote

1. Januar 2010

Vor etwa einem Monat habe ich mich entschieden Simplenote für meine Notizen einzusetzen, da ich mit Evernote unzufrieden war. Doch auch dieses Tool ist nicht perfekt. Letztendlich bin ich doch zu Evernote zurückgekehrt.

Gründe für die Rückkehr

Am entscheidensten war das Fehlen von Strukturierungsmöglichkeiten in Simplenote. Es gibt leider weder Ordner, noch Tags, Notizbücher oder ähnliches. Alle Notizen bleiben in einem großen Topf.
Anfangs hat mir das nichts ausgemacht, da ich entweder alles zu einem Thema in eine einzige Notiz geschrieben habe (bei Aufgaben zum Beispiel) oder ich hab mir ein Präfix im Notiztitel überlegt. Zum Beispiel beginnen alle Ideen mit “Idee: “. So kann ich danach suchen und bekomme alle Ideen aufgelistet. Zufrieden hat mich das nicht gemacht.

Zweites Manko sind Synchronisationskonflikte, die nur bei einem Premium-Account intelligent gelöst werden. Ohne diesen können Daten ohne Hinweis überschrieben werden, was zu unbemerktem Datenverlust führen kann. Der Premium-Account kostet zwar nur € 7,99 pro Jahr, aber das Fehlen von Ordnern reicht mir schon als Grund für einen Wechsel.

Neues bei Evernote

Ich habe mich also wieder mit Evernote angefreundet. Mittlerweile hat es Updates für den Mac- und den iPhone-Client gegeben, in denen einige Bugs gefixt wurden. Vor allem das Problem mit den verschwindenden Zeilenumbrüchen am iPhone scheint behoben zu sein. Jedenfalls habe ich aus meiner ersten Zeit mit Evernote gelernt und mir genau überlegt, wie ich es nun verwenden möchte.

Grundsätzlich werde ich nur temporäre Notizen erfassen. Formatierungsprobleme sind dadurch weniger tragisch für mich. Dauerhaftes schreibe ich in mein DokuWiki. Als Clients verwende ich hauptsächlich die Mac- und die iPhone-Version. In der Arbeit und überall sonst greife ich per Web-Oberfläche zu, die leider etwas träge ist (vielleicht kommt ja 2010 ein Update?). Den Windows-Client installiere ich mir nicht mehr.

Meine Notizbücher:

Kurzer Blick zu Alternativen

Vor meiner Kehrtwendung habe ich mir auch andere Tools angesehen, die ganz gut sind.

Awesome Note ist eine hübsche iPhone-Anwendung, wo man Ordner anlegen und diese sogar individuell gestalten kann. Aufgrund fehlender Synchronisierungsmöglichkeiten ist sie jedoch für mich kein Thema. Es gibt lediglich eine Export- und Importfunktion für Google Docs. Die App kostet € 2,99. Es gibt eine kostenlose Lite-Version.

NoteMaster ist ebenfalls eine iPhone-App, die Ordner unterstützt. Die Bedienung ist wirklich großartig und entspricht genau meinen Vorstellungen. Die Anwendung ist schnell, einfach und sehr praktisch. Weiters kann man mit Google Docs synchronisieren. Das ist zwar gut, aber ich kann mich leider nicht mit der Web-Oberfläche von Google Docs anfreunden. Zum Beispiel kann man eine neue Notiz bzw. ein neues Dokument nicht direkt in einem Ordner erstellen. Man muss es nachträglich verschieben. Die kosten betragen ebenfalls € 2,99 und es gibt auch eine kostenlose Lite-Version.

Toodledo ist ein Tool, das ich mir schon mal angesehen habe. Mich hat aber vor allem die hässliche Web-Oberfläche abgeschreckt. Doch dagegen gibt es Abhilfe. Mit verschiedenen Greasemonkey-Scripts (Firefox-Plugin) kann man sie so umbauen, dass sie ganz gut aussieht. Trotzdem kann ich mich mit diesem Tool weiterhin nicht anfreunden. Die dazu passende iPhone-Anwendung “Notebook” von Appigo hab ich gar nicht getestet, weil es mir die 3,99 Euro nicht wert sind.

  1. Flugfex sagt:

    Das fehlen der Ordner hab ich mit Schlagwörtern, die ich am Ende der Notiz mit einem “@” anhänge, gelöst. Vorteile gegenüber Ordnern, ich hab mehr Möglichkeiten meine Notizen zu organsieren.
    Zusäzlich habe ich mir eine Notz mit allen Schlagwörtern angelegt – Herr Alzheimer schaut schön öfters vorbei-;).

    Viel Spass beim Notizen sammeln

  2. Vielleicht ist das interessant für dich. Ich warte mit Freude drauf da ich mit Evernote (zu Umfangreich) und SimpleNote nicht 100% glücklich bin.

    http://hogbaysoftware.s3.amazonaws.com/PlainText.mov

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