Ausmisten und Vereinfachen tut gut!

14. Dezember 2009

Das mache ich sehr gerne: Ausmisten und mich von Unnötigem befreien. Es gibt mir Freiraum für Neues, macht mich ausgeglichener und ist richtig erfrischend. Es hilft mir außerdem mich auf Wesentliches zu konzentrieren.

Zeit ist begrenzt. Sie wird von vielen schönen, als auch notwendigen Dingen verschluckt. Da sich bei mir nie im Leben alles ausgehen würde, was ich gern tun möchte und was mich interessiert, muss ich klare Prioritäten setzen. Ich habe keine Lust meine Tage vollzustopfen und durchzuhetzen, nur damit ich möglichst viel unter einen Hut bringe. Viel lieber werfe ich Ballast ab und genieße das Beste mit voller Aufmerksamkeit.

Ich habe derzeit einige Feeds in meinem Google Reader, habe einige Podcasts im iTunes abonniert, habe eine große Sammlung von Bookmarks angelegt, die ich mir gern ansehen möchte, habe eine Liste mit Filmen, die ich sehen möchte, habe zahlreiche ungesehene DVDs zuhause, habe Magazine und Zeitschriften, die ich verfolge, habe eine Playstation 3 und dazu eine Liste mit interessanten Spielen, eine Wii und einen Nintendo DS, dann noch eine Liste mit Freizeitideen und und und. Außerdem möchte ich gerne viel Reisen, Kochen lernen, Tauchen lernen, vielleicht Tai Chi und ich möchte meine Kenntnisse in der Web-Entwicklung ausbauen. DJing würde ich auch liebend gerne machen und vor allem mehr Sport. Dieser Absatz ließe sich bestimmt noch fortführen.

Natürlich muss ich nicht alles auf einmal oder in der nächsten Zeit machen. Und es ist ja auch gut, wenn man viele Ideen und Pläne hat. Doch um möglichst viel davon zu genießen, tut es gut sich von weniger wichtigem zu befreien. Ich muss nicht alle Feeds lesen, die ich abonniert habe und mir geht es bestimmt nicht schlechter, wenn ich einige meiner Podcasts verpasse. Viele Bookmarks werden mir nicht fehlen, wenn ich sie lösche ohne intensiv ausgeforscht zu haben. Auch in meiner Wohnung wird es noch Gegenstände geben, die ich gar nicht brauche.

Hier ein aktuelles persönliches Beispiel:
Anfang 2000 habe ich begonnen Schlagzeug zu lernen. Schnell schenkte mir mein Vater ein gebrauchtes Pearl-Drumset, da ich anfangs nur auf einer Snare getrommelt habe. Nach einem Jahr verlor ich die Lust am Üben und hörte mit dem Spielen auf. Seither schleppte ich mein Schlagzeug mit mir herum. Die meiste Zeit verbrachte es ungenutzt im Keller. Verkaufen wollte ich es nicht wirklich. Noch dazu weil Familienmitglieder gemeint haben, dass es doch schade darum wäre, denn vielleicht bekomme ich wieder mal Lust.
Vor kurzem habe ich den Entschluss gefasst mein Schlagzeug bei eBay einzustellen. Jetzt wo ich es verkauft habe, bin ich froh. Es ist wirklich schade, wenn ein Instrument nicht genutzt wird, sondern nur gelagert wird und langsam verfällt. Für eine ernsthafte Fortsetzung meiner Drummer-Karriere bräuchte ich einen geeigneten Ort, Selbstdisziplin zum regelmäßigen Üben und eine Band. Auf all das habe ich keine Lust. Sollte ich irgendwann doch wollen, dann besorge ich mir wieder eines. Ganz einfach. Nun freue ich mich über mehr Platz im Keller und ein nettes Taschengeld.

In den nächsten Tagen und Wochen möchte ich diesen Weg weitergehen. Zu den Bereichen, die ich weiter Ausmisten und Vereinfachen möchte, zählen…

  • Wohnung (inklusive Keller)
  • Bücher und Zeitschriften
  • Unerledigte Aufgaben
  • Ideen
  • Arbeitsplatz
  • Dateien
  • Podcasts
  • RSS-Feeds
  • Bookmarks
  • E-Mails
  • Fotos
  • Musik
  • Notizen
  • iPhone
  • Webspace
  • Externe Festplatten, CDs, DVDs
  • Verwendete Tools, Services und Plattformen

Ziel ist es alles was nicht wirklich essentiell ist rauszuwerfen. Zusätzlich möchte ich komplizierte Ablagestrategien und Ordnungsstrukturen in einfache Abläufe umwandeln.

Artikel, die mich inspiriert haben:

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