Mein Umgang mit E-Mails

11. Dezember 2009

Seit Sommer nutze ich Googles E-Mail-Dienst Gmail. Angemeldet hab ich mich schon viel früher, doch anfangs konnte ich mich nicht damit anfreunden. Es war mir nicht Recht, dass alle meine Mails auf den Google-Servern liegen. Mittlerweile denke ich anders, denn Google ist ein großes und zuverlässiges Unternehmen, das mit meinen Daten bestimmt kein Schindluder treibt. Von mir aus sollen sie meine Mails automatisiert scannen und passende Werbung dazu schalten. Wenn mich eine Anzeige interessiert, dann klicke ich gerne darauf, jedoch ist die Werbung derart unaufdringlich, dass ich sie so gut wie gar nicht wahrnehme.

Bevor ich erkläre, wie ich heute mit meinen Mails umgehe noch ein kurzer Ausschweif in die Vergangenheit: Nach Anfängen bei lion.cc und GMX habe ich mir eine eigene Domain zugelegt. Zuerst bei chillydomains, doch nach einigen – manchmal tageweisen – Ausfällen, wechselte ich zu all-inkl. Als Oberfläche für meine Mails hab ich anfangs Outlook, dann Thunderbird und letztendlich Apple Mail verwendet. Unterwegs griff ich auf meine Mails über das Webmail-Interface zu. Bei chillydomains kam Horde zum Einsatz, was mir nicht wirklich gefallen hat. all-inkl hat eine Eigenlösung, die zwar ausreichend war, aber auch nicht wirklich toll (z. B. gab es ab und zu Fehler mit Umlauten beim Antworten auf Mails).

Ein großer Grund für meinen Wechsel zu Gmail war die Spam-Flut, die meine alte Adresse erreicht hat. Der Filter von Apple Mail hat zwar viel aussortiert, aber im Webmail musste ich manuell sortieren, da ich für einen Spam-Filter monatlich 2-3 Euro aufzahlen hätte müssen. Meine Gmail-Adresse wird derzeit noch von Spam weitgehend verschont. Sollte sich das in Zukunft zum Schlechten wenden, dann verlasse ich mich auf den Spam-Filter von Google.

Vorteile von Gmail:

Zum Abrufen der Mails verwende ich ausschließlich die Web-Oberfläche – keine Desktop-Clients. Auch am iPhone greife ich auf die mobile Version von Gmail zu. (Ich hab zwar am iPhone Gmail auch im Mail-Programm per IMAP eingerichtet, aber nur damit ich aus dem AppStore Empfehlungen per Mail weiterleiten kann) POP hab ich deaktiviert, damit ich nicht irgendwann versehentlich alle Mails runterziehe.
Irgendwelche Desktop-Benachrichtigungen oder Push-Mechanismen verwende ich nicht. Viel lieber rufe ich meine Mails aktiv ab, und zwar dann wenn mir gerade danach ist. Wenn es etwas Dringendes gibt, dann soll man mich anrufen.

Meinen Posteingang halte ich meistens sehr sauber, damit hier wirklich nur die neuen Mails liegen. Jede Nachricht wird mit einer der folgenden Aktionen abgehandelt:

Mein wichtigstes Motto beim Umgang mit Mails lautet: Keep it simple! Aktuelles bleibt durch meine Labels, “Action” und “Temp”, solange griffbereit, wie nötig. Danach wandert alles ins Archiv. Ich lösche auch vieles, aber da es heutzutage überhaupt kein Problem mehr darstellt zigtausende Mails zu speichern und zu durchsuchen, archiviere ich das meiste.

Zum Abschluss noch ein paar Links, die mich inspiriert haben:

  1. Michael sagt:

    Du sprichst die entscheidenden Punkte für Gmail ganz klar und deutlich an: funktionierender Spamschutz, super-einfache Oberfläche, Konversationen und eine hervorragende Suchfunktion. Kurzum: Das Ding funktioniert genau so, wie man es sich im Jahr 2009/2010 vorstellt! Warum das nicht einmal eine Desktopsoftware schafft, weiß ich nicht. Insofern: Ein Hoch auf Gmail, auch wenn wir damit Datenstriptease der Extraklasse durchführen!

    PS. Freut mich, dass ich hier referenziert wurde.

  2. [...] meiner Bookmarks 9. Januar 2010 Meine E-Mails und meine Notizen hab ich mittlerweile wunderbar unter Kontrolle. Als nächstes kommen die [...]

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